Dienstag, 20. Dezember 2016

Schneidematten im TEST


Testbericht Schneidematten
Prym vs. Snaply


Heute möchte ich euch kurz über verschiedene Schneidematten berichten.

Als ich als Kind anfing zu nähen, gab es bei uns zu Hause nur die Schere. Von Schneidematte, Lineal und Rollschneider hörte ich erst, als ich vor gut drei Jahren das Nähen wieder für mich entdeckte. Und nachdem ich meine erste eigene Nähmaschine (die Husqvarna Opal 670) bekam und mir die ersten Stoffe einkaufte, stolperte ich gleich über ein "Starterset" aus Schneidematte, Lineal und Rollschneider. Fazit: Diese drei Dinge sind unentbehrlich fürs Nähen, denn wer präzise zuschneidet, hat am Ende auch ein wesentlich saubereres Ergebnis. Mir wurde die Matte mit 30 x 45 cm aus dem Starterset aber bald zu klein, da ich auch größere Sachen zuschneiden und nähen wollte.

So wünschte ich mir zu Weihnachten eine große Schneidematte und bekam die in der Größe 60 x 90 cm von Snaply. Diese ist relativ schwer, gut 3 mm dick und biegsam. Sie liegt also gut auf dem Tisch und verrutscht nicht so leicht. Allerdings hatte die Matte schon nach dem ersten Nähtag mit einer Freundin, wo viele Quadrate für eine Patchworkdecke zugeschnitten wurden, erhebliche Gebrauchsspuren. Angeblich soll sie selbstheilend sein, aber es waren alle Schnitte, zum Teil sehr tief, zu sehen. Das führte im Verlauf durch immer mehr "Rillen" natürlich dazu, dass man vor allem dünne Stoffe nicht mehr mit einem Rutsch durch schneidet, weil durch die Rillen eben Unebenheiten entstehen. Man musste fester mit dem Rollenschneider aufdrücken, um die Stoffe durch zu bekommen, auch mit neuer Klinge. Nach knapp 2 Jahren war sogar ein Loch in der obersten Schicht der Matte. :(

So, musste jetzt eine neue Matte her und ich entschied mich für die (etwas teurere) Schneidematte von Prym. Diese ist erheblich leichter, nur ca, 1,5 mm dünn und fest. Obwohl sie auch 60 x 90 cm groß sein soll, ist sie insgesamt sogar etwas größer als die von Snaply. Dadurch, dass sie leichter und fester ist, rutscht sie allerdings etwas leichter auf dem Tisch hin und her. Auch diese Schneidematte ist selbstheilend. Hier sind die Schnitte tatsächlich nach knapp 3 Monaten Nutzung so gut wie nicht zu sehen. Auch läuft der Rollschneider (ich hab den von Prym) auf dem festen Material wesentlich leichter. Man kann mit erheblich weniger Druck schneiden und ich habe das Gefühl, die Klinge wird auch nicht so schnell stumpf.
Markierungen in cm und Inch haben beide Matten auf je einer Seite. Bei der von Snaply ist die Inch-Seite dunkelrot mit weißen Linien, sodass man die Markierung sehr gut sieht. Die andere Seite mit den cm-Markierungen ist hellblau mit weißen Linien, welche man nicht ganz so gut sieht. Die von Prym ist überall dunkelgrün mit gelben Linien, die man sehr gut sieht.





Insgesamt gefällt mir persönlich die Matte von Prym erheblich besser, weil der Rollschneider mit wenig Druck butterweich und leicht auch durch dünne Stoffe wie auch durch mehrere Lagen Webware gleichzeitig schneidet, ohne dass einzelne Fäden nicht mit geschnitten werden, da das Material fester ist und die Schnitte "heilen". Hierfür lohnt es sich auch, die ca. 14 € mehr auszugeben, da ich der Meinung bin, dass man die bei der Anschaffung von neuen Klingen für den Rollschneider schnell wieder drin hat. Schade ist lediglich, dass die Matte nicht ganz so sicher auf dem Tisch liegt, in diesem Punkt liegt die Matte von Snaply eindeutig vorne.

Verlinkt ist dieser Bericht auch bei Somachichdas.


Wie schneidet ihr eure Stoffe?
Benutzt ihr immer den Rollschneider oder auch mal die Schere?

Bis bald...

eure Christina

Wie immer gilt:
Es handelt sich bei diesem Bericht um Werbung.
Ich konnte den Stickrahmen, über den ich kürzlich berichtet habe, vergünstigt erwerben und berichte in diesem Zuge nun auch über die zeitgleich erworbene Schneidematte von Prym. Der Bericht spiegelt meine eigene Meinung wieder, auf die kein Einfluss genommen wurde.