Dienstag, 20. Dezember 2016

Schneidematten im TEST


Testbericht Schneidematten
Prym vs. Snaply


Heute möchte ich euch kurz über verschiedene Schneidematten berichten.

Als ich als Kind anfing zu nähen, gab es bei uns zu Hause nur die Schere. Von Schneidematte, Lineal und Rollschneider hörte ich erst, als ich vor gut drei Jahren das Nähen wieder für mich entdeckte. Und nachdem ich meine erste eigene Nähmaschine (die Husqvarna Opal 670) bekam und mir die ersten Stoffe einkaufte, stolperte ich gleich über ein "Starterset" aus Schneidematte, Lineal und Rollschneider. Fazit: Diese drei Dinge sind unentbehrlich fürs Nähen, denn wer präzise zuschneidet, hat am Ende auch ein wesentlich saubereres Ergebnis. Mir wurde die Matte mit 30 x 45 cm aus dem Starterset aber bald zu klein, da ich auch größere Sachen zuschneiden und nähen wollte.

So wünschte ich mir zu Weihnachten eine große Schneidematte und bekam die in der Größe 60 x 90 cm von Snaply. Diese ist relativ schwer, gut 3 mm dick und biegsam. Sie liegt also gut auf dem Tisch und verrutscht nicht so leicht. Allerdings hatte die Matte schon nach dem ersten Nähtag mit einer Freundin, wo viele Quadrate für eine Patchworkdecke zugeschnitten wurden, erhebliche Gebrauchsspuren. Angeblich soll sie selbstheilend sein, aber es waren alle Schnitte, zum Teil sehr tief, zu sehen. Das führte im Verlauf durch immer mehr "Rillen" natürlich dazu, dass man vor allem dünne Stoffe nicht mehr mit einem Rutsch durch schneidet, weil durch die Rillen eben Unebenheiten entstehen. Man musste fester mit dem Rollenschneider aufdrücken, um die Stoffe durch zu bekommen, auch mit neuer Klinge. Nach knapp 2 Jahren war sogar ein Loch in der obersten Schicht der Matte. :(

So, musste jetzt eine neue Matte her und ich entschied mich für die (etwas teurere) Schneidematte von Prym. Diese ist erheblich leichter, nur ca, 1,5 mm dünn und fest. Obwohl sie auch 60 x 90 cm groß sein soll, ist sie insgesamt sogar etwas größer als die von Snaply. Dadurch, dass sie leichter und fester ist, rutscht sie allerdings etwas leichter auf dem Tisch hin und her. Auch diese Schneidematte ist selbstheilend. Hier sind die Schnitte tatsächlich nach knapp 3 Monaten Nutzung so gut wie nicht zu sehen. Auch läuft der Rollschneider (ich hab den von Prym) auf dem festen Material wesentlich leichter. Man kann mit erheblich weniger Druck schneiden und ich habe das Gefühl, die Klinge wird auch nicht so schnell stumpf.
Markierungen in cm und Inch haben beide Matten auf je einer Seite. Bei der von Snaply ist die Inch-Seite dunkelrot mit weißen Linien, sodass man die Markierung sehr gut sieht. Die andere Seite mit den cm-Markierungen ist hellblau mit weißen Linien, welche man nicht ganz so gut sieht. Die von Prym ist überall dunkelgrün mit gelben Linien, die man sehr gut sieht.





Insgesamt gefällt mir persönlich die Matte von Prym erheblich besser, weil der Rollschneider mit wenig Druck butterweich und leicht auch durch dünne Stoffe wie auch durch mehrere Lagen Webware gleichzeitig schneidet, ohne dass einzelne Fäden nicht mit geschnitten werden, da das Material fester ist und die Schnitte "heilen". Hierfür lohnt es sich auch, die ca. 14 € mehr auszugeben, da ich der Meinung bin, dass man die bei der Anschaffung von neuen Klingen für den Rollschneider schnell wieder drin hat. Schade ist lediglich, dass die Matte nicht ganz so sicher auf dem Tisch liegt, in diesem Punkt liegt die Matte von Snaply eindeutig vorne.

Verlinkt ist dieser Bericht auch bei Somachichdas.


Wie schneidet ihr eure Stoffe?
Benutzt ihr immer den Rollschneider oder auch mal die Schere?

Bis bald...

eure Christina

Wie immer gilt:
Es handelt sich bei diesem Bericht um Werbung.
Ich konnte den Stickrahmen, über den ich kürzlich berichtet habe, vergünstigt erwerben und berichte in diesem Zuge nun auch über die zeitgleich erworbene Schneidematte von Prym. Der Bericht spiegelt meine eigene Meinung wieder, auf die kein Einfluss genommen wurde.


Samstag, 19. November 2016

Babydecke 2.0


Huhu ihr Lieben!

Lange habt ihr nichts von mir gelesen und so viel tut sich an der Näh- und Stickfront momentan auch nicht, da ich sehr viel mit meinem richtigen Job zu tun habe.

Vor einiger Zeit hat mich allerdings eine Bekannte, für die ich hin und wieder das eine oder andere Geschenk nähen darf, bequatscht, ob ich ihr nicht auch eine Babydecke als Geschenk zur Geburt des Kindes ihrer Freundin nähen könnte. Da ich zuvor gerade die Decke für meine Freundin in Australien gemacht hatte *klick* und wusste, wie viel Arbeit da drin steckte, war ich nicht gerade angetan, zumal die Decke für sie ja auch noch bezahlbar sein sollte. Wir überlegten hin und her, was machbar ist und schließlich ließ ich mich überreden, eine genau nach ihren Vorstellungen zu machen. Ich finde, die ist auch wirklich sehr süße geworden und ganz anders als die, die ihr bereits kennt.


Diese Decke ist vorne aus zwei unterschiedlichen Baumwollstoffen und mit Motiven von Stickherz bestickt. Die Rückseite ist aus Teddyplüsch (80% Baumwolle, 20% Polyester). So ist die Decke nicht nur als Krabbeldecke, sondern auch zum Zudecken geeignet. Die Maße sind ca. 1,30m x 1,10m.






Wie gefällt sie euch???

Bis bald...
eure Christina



Mittwoch, 31. August 2016

Freunde sind wie Sterne - meine erste Decke...

"Freunde sind wie Sterne,
du kannst sie nicht immer sehen,
aber sie sind immer für dich da!"


Es war einmal...
...eine Kleinstadt in Norddeutschland, ca. 30 km südlich der dänischen Grenze. Dort gab es eine kleine Einbahnstraße im südlichsten Stadtteil der Stadt, in der sich - nur ein paar Häuser voneinander entfernt - eine Bäckerei und eine Schlachterei befanden. Die Betreiberin der Schlachterei war schon mit dem Betreiber der Bäckerei zusammen zur Schule gegangen (so ab ca. 1950). Und so kam es, dass die Betreiberin der Schlachterei im Dezember 1987 eine Enkeltochter und der Bäcker im Januar 1988 eine Tochter bekamen...
Lange Rede, kurzer Sinn. Wir wurden Freundinnen und obwohl wir in unterschiedliche Kindergärten und Grundschulen gingen und völlig unterschiedliche Interessen hatten (die eine Fußball, die andere Reiten) hat die Freundschaft - auch mit etwas Abstand - immer bestanden. Wir machten im selben Jahr Abitur an unterschiedlichen Schulen und meine Freundin ging als Au Pair für ein Jahr nach Australien... und erzählte mir kurz vor ihrer Rückkehr, dass sie nur nach Hause käme, um ihre Sachen und ihren Freund zu holen. Sie könne dort studieren... So kam es dann auch.
Unser Abi ist nun 9 Jahre her. Meine Freundin und ihr Freund haben 2012 eine wundervolle Hochzeit hier bei uns in Deutschland gefeiert. Und an meinem Geburtstag im Januar diesen Jahres bekam ich eine WhatsApp mit Glückwünschen und den Worten, dass sie mir unbedingt eine längere E-Mail schreiben müsse. Und irgendwie ahnte ich doch schon, um was es ging... Einige Tage später kam nur eine kurze Mail - mit einem Foto, denn Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ein Ultraschallbild. <3 

Der Entschluss war gefasst! Ich habe zwar noch nie wirklich Babysachen genäht, aber für IHR Baby MUSS ein tolles Willkommens-Paket genäht werden! Was hab ich hier gewartet, bis sie mir endlich erzählt hat, dass es ein Mädchen wird. Und was hab ich mir einen abgebrochen an Babybekleidung aus Jersey... Ich sag ja - Jersey und ich haben uns getrennt und das ist auch gut so. :D

Jedenfalls möchte ich euch hier und heute nun endlich mein Willkommens-Paket zeigen,
denn die kleine Sophie ist bereits am 09.08. geboren. Aber die Post braucht nach Australien eine gefühlte Ewigkeit... HEUTE ist sie endlich dort angekommen.




Es besteht aus einem Bekleidungs-Set (SM Mütze, Shirt und Hose von Klimperklein), einer Windeltasche (SM von Farbenmix), einem Schnullerband und einer Krabbeldecke.


Die Krabbeldecke ist mein persönliches Highlight - meine erste Decke, die ich jemals genäht habe!

Ich habe zunächst 9 Quadrate aus unterschiedlichen Stoffen (natürlich alles Baumwoll-Webware) zugeschnitten und diese jeweils mit einem Tier bestickt. Dann hab ich die unifarbenen blau-grauen Streifen dazwischen gesetzt bis das Top fertig war. Das Top hab ich dann auf das dicke Vlies gesteppt und schließlich die Rückseite aus blau-grauem Stoff mit weißen Sternen aufgesteckt und alles rundherum zusammen genäht, das Ganze gewendet und die Wendeöffnung mit dem Matratzenstich von Hand verschlossen. Dann habe ich die Decke rundherum und entlang der Seiten von fünf Quadraten noch einmal abgesteppt, damit sich nichts verziehen kann. Fertig.

  • Die Stickdateien sind von Marilena StoffzaubereienGG DesignsGinihouse und Krabbel-Krabbe.
  • Die Stoffe (Zwischenstreifen und Rückseite) und das Vlies sind von Fadenwerk. Die restlichen Stoffe (Quadrate) sind aus meinen Vorräten (u.a. von Tante Ema).
  • Die Decke hat eine Größe con ca. 112 cm x 112 cm.
  • Reine Arbeitszeit > 10 Stunden!


Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen...



Gerne zeige ich euch auch nochmal die Stickereien als Nahaufnahme...










Wie näht ihr eure Krabbel-Decken???

Bis bald, eure Christina.

Samstag, 13. August 2016

Husqvarna Viking 200 x 200 Quilter's Hoop - TEST



Wie bereits angekündigt, durfte ich den sogenannten "Quilter's Hoop" von Husqvarna für den Nähpark Diermeier testen.

Der Rahmen hat eine Größe von 20 x 20 cm und hat wohl auch deshalb den Namen "Quilter's Hoop".
Mitgeliefert werden der Rahmen, ein Raster zum Ausrichten von Dateien und eine CD mit einigen wenigen Stickmustern sowie eine kleine Anleitung für einen Quilt mit 9 Quadraten und den mitgelieferten Stickmustern. Drei der Stickmuster sind zum Quilten gedacht, drei andere kann man zu einer 3D-Blume zusammenfügen. Das habe ich auch für euch getestet. Dazu unten mehr...






Der Rahmen an sich hat unten rechts an der Ecke den von Husqvarna gewohnten Spannverschluss wie auch die Rahmen in den Größen 12 x 12 cm und 20 x 36 cm. Damit lässt sich sehr gut und einfach einspannen, ohne erst lange an irgendwelchen Schrauben drehen zu müssen. Natürlich gibt es dennoch eine Schraube, um den Rahmen auf entsprechend dicke oder dünne Materialien einzustellen. Dieser Spannverschluss fehlt mir an dem 13 x 18 cm Rahmen sehr, sodass ich mich freue, ihn hier zu haben. Es lässt sich damit wirklich viel besser einspannen, was letztlich dann auch zu einem besseren Stickergebnis führt.



Meine Tests haben gezeigt, dass dieser Rahmen sich wirklich sehr leicht bombenfest einspannen lässt, egal welches Vlies ich verwendet habe (z.B. Madeira Cotton Stable oder Freudenberg Soluvlies). Das ist für mich - neben der Größe - das wichtigste Kriterium an einem Stickrahmen. Denn lässt das zu bestickende Material sich nicht fest einspannen, ist das Ergebnis zwangsläufig nicht perfekt. Ich finde sogar, dass der "Quilter's Hoop" sich besser einspannen lässt als der 13 x 18 cm Rahmen, welcher keinen Spannverschluss hat.
Ehrlich gesagt frage ich mich, warum nicht alle Rahmen diesen Spannverschluss haben. Also Husqvarna, bitte Spannverschlüsse an alle Rahmengrößen anbringen. ;)

Von den mitgelieferten Dateien habe ich gleich drei Stück für euch getestet, die zusammen eine 3D-Blume ergeben.
Zunächst stickt man zwei Blumen als FSL-Applikation. Ich habe dafür zwei Lagen Soluvlies eingespannt, den Stoff aufgelegt und los gestickt. Im Verlauf schneidet man dann den Stoff zurück erhält nach dem Auswaschen des Vlies' eine Blume. Ebenso wird eine zweite Blume gestickt.




Dann stickt man eine der weiteren Dateien auf das Grundmaterial. Ich wollte die Blume hier mittig auf einen Kissenbezug sticken, sodass mir ein aufgemaltes Kreuz in der Mitte zusammen mit dem mitgelieferten Raster beim Platzieren geholfen haben.



Als letzte Sequenz bei der dritten Datei legt man dann die beiden zuvor gestickten Blumen mittig übereinander auf, sodass diese mit festgestickt werden. Es entsteht eine tolle 3D-Blume.
Einziges Problem: Als die letzte Sequenz die Blumen feststicken sollte, meldete die Maschine mehrfach, dass ich den Oberfaden prüfen solle. Trotz Schmetz Gold Nadel blieb der Faden scheinbar immer mal wieder zwischen den Lagen stecken, sodass das Ergebnis dieser Sequenz auch nicht ganz so optimal aussieht. Wenn Husqvarna eine solche Datei mitliefert, sollte die aber problemlos von den entsprechenden Maschinen gestickt werden, finde ich. Da das Sticken der Dateien komplett aber gut 3 1/2 Stunden in Anspruch genommen hat, wollte ich hier keinen zweiten Versuch mit anderer Nadel mehr starten.
Die Anleitung für die 3D-Blume ist relativ knapp gehalten, sodass man schon etwas Erfahrung braucht, um diese zu verstehen. Das Ergebnis macht aber trotz des kleinen Schönheitsfehlers in der letzten Sequenz echt etwas her.
Ich hab die tolle 3D-Blume auf einen Kissenbezug in der Größe 40 x 40 cm gestickt und bei der dritten Datei u.a. Farbverlaufsgarn benutzt.




Den Namen "Quilter's Hoop" finde ich tatsächlich etwas irritierend. Klar, man kann damit quilten und er hat genau die richtige Größe für solche Arbeiten. Dennoch lässt er sich natürlich wie jeder andere Rahmen für jede andere Stickerei verwenden.

Für mich war der Rahmen in erster Linie interessant, weil ich vor der Husqvarna Ruby Royale eine Janome 350 E zum Sticken hatte. Die Janome hat - im Gegensatz zu dein meisten anderen Maschinen - keinen Rahmen in der Größe 13 x 18 cm, sondern einen in der Größe 14 x 20 cm. Darauf ausgerichtet habe ich mir damals einen Schnitt für bestickte Kosmetiktaschen und entsprechende "Wörter" zum Besticken erstellt. Diese waren oft länger als 18 cm, sodass sie nun bei der Ruby nicht unverändert im 13 x 18 cm Rahmen gestickt werden konnten. Ich brauchte also entweder gleich den ganz großen 20 x 36 cm Rahmen oder musste die Wörter verkleinern. Beides auf Dauer keine zufriedenstellende Lösung.
Nun endlich hab ich also den 20 x 20 cm Rahmen, welcher perfekt für das Besticken meiner Kosmetiktaschen geeignet ist, weil er sich erstens besser einspannen lässt als der 13 x 18 cm Rahmen und zweitens für mich genau die richtige Größe hat.





Darüber hinaus ist er auch prima geeignet für die "Mr. & Mrs."-Datei, die ich so gerne für Kissen als Hochzeitsgeschenke verwende, denn auch diese ist größer als 13 x 18 cm.

(Foto des fertigen Kissens ergänze ich demnächst...)

Auch gibt es inzwischen viele ITH-Dateien, die eine Rahmenbreite von 20 cm erfordern. Nimmt man dann den großen 20 x 36 cm Rahmen, ist das oft verschenkter Platz, weil man bspw. für Topflappen nur 20 x 20 cm braucht. Das Vlies etc. kann man sich dann sparen. Zudem lässt sich natürlich im 20 x 20 cm Rahmen noch deutlich fester einspannen als in dem großen 20 x 36 cm Rahmen, was wiederum das Stickergebnis positiv beeinflusst. Es ist also eindeutig von Vorteil, auch einen Rahmen in der Zwischengröße im Schrank zu haben.

Alles in allem kann ich den "Quilter's Hoop" von Husqvarna also wärmstens empfehlen!

Den Testbericht findet ihr hier auch als PDF.


Es handelt sich bei diesem Bericht um Werbung.
Ich konnte den Stickrahmen vergünstigt erwerben, um ihn zu testen. Der Bericht spiegelt meine eigene Meinung wieder, auf die keinen Einfluss genommen wurde.

Samstag, 16. Juli 2016

Update - Ich darf wieder testen! :)

Hallo ihr Lieben!

Lange hab ich nichts von mir hören lassen. Das heißt aber nicht, dass ich untätig war. Ein Blog-Post ist schon vorbereitet, wird aber noch einige Wochen auf sich warten lassen... seid gespannt. Auf jeden Fall gibts dann mal etwas ganz Anderes zu sehen, was es bei mir bisher noch nie gab. :)

Nun aber die spannendere Info!
Ich darf mal wieder etwas für den Nähpark testen. Und zwar...

  • 200 x 200 Quilters Hoop von Husqvarna *klick* und
  • die Rollschneideunterlage (90 x 60 cm) von Prym *klick*


Die Sachen sind Anfang der Woche bei mir angekommen und werden nun demnächst getestet. Dann werde ich natürlich hier darüber berichten.
Zur Schneidematte kann ich schon kurz sagen, dass sie größer ist als die eigentlich gleich große Schneidematte von Snaply, die ich bisher benutzt habe. Mehr gibts dann im Test... Also schaut wieder vorbei.

Es handelt sich bei den Tests um Werbung.
Die Produkte wurden mir vom Nähpark Diermeier zu einem günstigeren Preis verkauft, damit ich sie ausführlich testen kann. Das Ergebnis des Tests entspricht aber meiner eigenen Meinung, auf die kein Einfluss genommen wird.


Bis bald...
eure Christina

Sonntag, 19. Juni 2016

Endlich wieder nähen...


Hallo ihr Lieben!

Ich weiß, lange hab ich nichts von mir hören lassen. Aber ich hab ja nun mal auch noch eine richtige Arbeit und da ist in letzter Zeit jede Menge zu tun, sodass ich einige Wochen so gut wie gar nicht genäht habe. Dazu kamen die letzten Wochenenden dann noch Hochzeiten und für eine davon mussten wir noch durch die halbe Republik reisen und waren dank der super organisierten Deutschen Bahn ganze 9 Stunden für 550 km unterwegs. Ich hatte allerdings schon vor langer Zeit angefangen, Teile für Kosmetiktaschen zu zuschneiden und zu besticken. Diese sind gestern und heute endlich fertig geworden, sodass ich sie zeigen kann.

Gibt es Interesse an einer Anleitung/einem Schnittmuster dazu? Auf Facebook wurde ich nämlich schon danach gefragt...









Bis hoffentlich ganz bald...
eure Christina

Montag, 16. Mai 2016

Nähmaschinenkauf - Was ist wichtig?

„Welche Nähmaschine könnt ihr empfehlen?“ – Diese oder ähnliche Fragen lese ich immer wieder in unterschiedlichen Nähgruppen auf Facebook.

Klar, Nähen ist momentan „in“ und erfreut sich großer Beliebtheit. Und in Zeiten des world wide webs halten es viele Anfänger nicht mehr für nötig, einen Anfängerkurs zu besuchen. Schließlich hat die Freundin einem schon ein bisschen was an der Maschine gezeigt und es gibt zahlreiche bebilderte Anleitungen und Youtube-Videos, die zeigen, wie’s geht. Also muss eine eigene Nähmaschine her. Da man Neuling ist, soll sie nicht viel kosten, denn wer weiß, ob man dauerhaft dabeibleibt oder es nur ein vorübergehendes Hobby ist, weil es eben gerade „in“ ist, sein Kind mit selbstgenähter Kleidung in den Kindergarten zu bringen.

Ich persönlich hatte das große Glück, an der Husqvarna meiner Mutter aus den frühen 1980er Jahren zu lernen. Diese Maschine kostete damals schon über 2.000 DM, aber es hat sich gelohnt. Meine Mutter näht heute noch darauf und die Maschine läuft super. Es ist eine mechanische Maschine ohne viel Klimbim, aber mit der Möglichkeit, alle wichtigen Einstellungen selbst von Hand vorzunehmen. Sprich: Ich habe nicht nur gelernt, irgendwie drauf los zu nähen, sondern auch, wie man eine Maschine einstellt und dass, wenn es Probleme gibt, wohl mal eine Einstellung verändert werden muss, damit es besser wird. Eine Erkenntnis, die vielen Anfängern heutzutage fehlt. Denn: Viele günstige Maschinen haben gar nicht die Möglichkeit, verschiedene Sachen einzustellen. Oftmals sind weder Fadenspannung, noch Nähfußdruck verstellbar. Und dabei ist aus meiner Sicht ein verstellbarer Nähfußdruck heute, wo alle gerne Jersey nähen wollen, unverzichtbar.

Daher empfehle ich jedem Anfänger, zunächst mal einen Nähkurs zu machen!
Dort bekommt ihr in der Regel eine Maschine gestellt, die ihr im Kurs benutzen könnt. Die Maschine wird euch erklärt, sodass ihr wisst, was man einstellen kann (und ggf. auch muss) und wenn ihr Probleme habt (und die hat jeder mal), dann wird euch gezeigt, was ihr in solchen Fällen machen müsst. Denn oft liest man in oben genannten Gruppen auch, dass Maschinen nicht mehr machen, was sie sollen. Und wenn man dann fragt, ob die Maschine mal gereinigt wurde, eine neue hochwertige Nadel eingesetzt und das hochwertige Garn neu eingefädelt wurde, heißt es oft nein und im Nachhinein dann, dass die Maschine nun dank dieses Tipps wieder läuft. U.a. sowas lernt man als erstes im Nähkurs.
Auch lernt ihr dort, auf was ihr Wert legt. Was mögt ihr an einer Maschine, was mögt ihr gar nicht? Was für Funktionen findet ihr gut oder auch nicht gut?

So… und nun aber wirklich... Meine Empfehlung, basierend auf 10 Monaten Supertesterzeit und 6 Monaten Arbeit im Fachgeschäft hier vor Ort:

Überstürzt die Entscheidung des Nähmaschinenkaufs nicht, spart lieber etwas länger und überlegt euch Folgendes:
  • Was will ich überwiegend nähen? (Bekleidung aus Jersey? Dicke Materialien für Taschen? Leder? Große Projekte? ...?)
  • Welche Funktionen muss eine Maschine für mich haben? (z.B. Einfädler, verstellbarer Nähfußdruck, verstellbare Fadenspannung)
  • Welches Zubehör ist für mich unverzichtbar?
  • Welches Budget steht mir zur Verfügung?
  • Auf was würde ich ggf. verzichten können?
  • Was ist mir allgemein wichtig? (z.B. Platz rechts der Nadel, Größe, Gewicht)

Und dann geht in einen Nähmaschinenladen eures Vertrauens und lasst euch beraten! Oft haben die Verkäufer selbst einige Erfahrungen gemacht, indem sie einerseits selbst an verschiedenen Maschinen gesessen haben und andererseits aber auch Rückmeldungen von Kunden erhalten, wie gut sie mit welcher Maschine zurechtkommen.
Darüber hinaus gilt: Probiert verschiedene Nähmaschinen aus, um zu sehen, welche euch in der Bedienung liegt und welche euch nicht gefällt. Das merkt ihr nur dann, wenn ihr selbst an der Maschine sitzt. Das Ausprobieren ist in den allermeisten Fachgeschäften auch ohne Anmeldung möglich. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dass ihr ohne Wartezeit ausführlich beraten werden könnt, ruft vorher im entsprechenden Geschäft an und macht einen Termin aus.
Oft spielt beim Maschinenkauf auch der Geldbeutel eine große Rolle. Überlegt euch also wirklich Antworten auf die obigen Fragen. Braucht man wirklich den hundertsten Zierstich oder kommt man vielleicht auch ohne aus und hat dafür aber eine Maschine mit besserem Stichbild und höherer Verarbeitungsqualität? …

Klar muss euch sein: Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht!

Aber es gibt ganz viele unterschiedliche Maschinen, die unterschiedliche Dinge gut oder eben nicht so gut können.
Hier gibt es sicher viele gute Maschinen. Allerdings spielt hier auch immer der Preis eine Rolle. Eine 300 € Maschine wird niemals so ein gutes Stichbild haben wie eine 2.000 € Maschine. Irgendwo kommt der Preis ja auch her.


Dafür ist entscheidend, was man überwiegend nähen möchte.

Jersey
Hier finde ich einen verstellbaren Nähfußdruck unverzichtbar. Auch ist es nett, wenn man einen Obertransport hat. Dieser ist z.B. durch das IDT-System bei den meisten Pfaff-Maschinen bereits integriert. Man kann aber für fast jede Maschine auch einen extra Obertransportfuß dazu kaufen. Dieser muss dann allerdings jedes Mal extra angebaut werden.

Sehr dicke Materialien und Leder
Hier ist Bernina fast die einzige Wahl, denn selbst hochpreisige Maschinen anderer Hersteller machen bei 4 Lagen ( = einmal zusammennähen, wenden und absteppen) schlapp. Eine Alternative wäre hier lediglich eine gebrauchte Industriemaschine, aber dafür hat wohl kaum jemand Platz in seiner Wohnung.

Sehr gutes Stichbild
Ich persönlich finde, dass Bernina im Vergleich fast das beste Stichbild hat, dicht gefolgt von Husqvarna, wobei Husqvarna im Preis-Leistungs-Verhältnis eindeutig mehr zu bieten hat.

Wie würde MEINE Liste aussehen?
-        
Was will ich überwiegend nähen?
Ich nähe überwiegend Sachen aus Webware und beschichteter Baumwolle (Wachstuch), eher selten Jersey, aber schon häufig dickere Lagen.

Welche Funktion muss eine Maschine für mich haben?
- Einfädler
- automatisches Vernähen
- Fadenschneider
- Unterfadenwächter
- Verstellbarkeit von Stichbreite, Stichlänge und Nadelposition
- verstellbarer Nähfußdruck
- verstellbare Fadenspannung
- Tipp-Funktion (bisher nur bei Husqvarna und Pfaff: Nadel geht in den Stoff, Füßchen geht halb hoch, sodass man den Stoff wenden kann, ohne die Hände vom Projekt nehmen zu müssen)

Welches Zubehör ist für mich unverzichtbar?
- Obertransport (entweder integriert (IDT bei Pfaff, Dualtransport bei Bernina) oder als Obertransportfuß)
- Teflonfuß (gleitet besser über beschichtete Baumwolle als ein normales Füßchen)

Welches Budget steht mir zur Verfügung?
Ich habe mir erst überlegt, welche Maschine/n ich gerne hätte und dann lange darauf gespart, ehe ich sie mir beim Händler gebraucht gekauft habe.
(Ich bin aber auch der Meinung, dass man gut und gerne 500 € haben sollte, wenn man sich eine Maschine kaufen will. Mehr dazu unten...)

Auf was würde ich ggf. verzichten können?
- Ich brauche keine tausend Zierstiche, auch wenn sie nett sind und meine Maschinen viele Zierstiche haben, nutze ich doch nur sehr wenige und meist die gleichen.
- Meine Maschine muss nicht unbedingt Leder nähen können, auch wenn ich es manchmal vermisse. Irgendwann kann ich mir hoffentlich eine Bernina leisten, die das kann. ;)
- Für mich muss eine Maschine nicht zwingend super leise sein. Klar, auch nicht mega laut, aber eine normale Lautstärke darf sie haben.
- Ich brauche die Start-Stopp-Funktion, also das Nähen ohne Pedal, nicht, da ich so gut wie immer mit Pedal nähe.

Was ist mir allgemein wichtig an einer Maschine?
- Die Maschine muss transportabel sein für mich als Frau, also bitte nicht zu groß und nicht zu schwer. Sie sollte aber trotzdem schwer genug sein, um einen guten Stand zu haben.
- Die Maschine sollte eine gute Aufbewahrung im Anschiebefach haben, also kleine Fächer für die Nähfüßchen und Unterfadenspulen, sodass ich alles Wichtige immer direkt an der Maschine habe. (Die extra Schränkchen von Bernina finde ich gut, aber für mich persönlich, weil ich kein Nähzimmer habe, unpraktisch.)
- Die Kabel für Strom und Fußpedal müssen lang genug sein.
- Die Maschine sollte reichlich Platz rechts der Nadel haben, damit auch große Projekte (Taschen) hindurch passen.
- Die Maschine muss dicke Lagen gut nähen können, da ich oft Taschen nähe.
- Die Maschine muss ein sehr gutes Stichbild und einen sehr guten geradeaus Transport haben! Ich finde es grässlich, wenn Nähte krumm und schief oder ungleichmäßig werden.

Abschließend will ich euch wirklich ans Herz legen, lieber ein bisschen länger zu sparen und euch was Anständiges zu kaufen, als hinterher unzufrieden mit euren Ergebnissen zu sein oder zweimal zu kaufen.
Meine persönliche Meinung ist, dass man für eine neue Maschine schon mind. 500 € ausgeben muss, um was halbwegs Ordentliches zu bekommen. Allerdings gibt es viele Händler, die auch gute gebrauchte Maschinen für einen kleineren Preis verkaufen. Diese Maschinen sind dann generalüberholt und der Händler muss auch bei gebrauchten Maschinen ein Jahr Gewährleistung geben, sodass ihr hier abgesichert seid, falls doch mal was sein sollte.
(Zwei meiner Maschinen, die Husqvarna Ruby Royale und die Pfaff Performance 5.0, habe ich übrigens gebraucht beim Nähpark gekauft und allerbeste Erfahrungen gemacht.)

Ich hoffe, ich kann euch mit diesem Beitrag bei eurer Entscheidung ein bisschen weiterhelfen. Sollten noch Fragen sein, dürft ihr natürlich gerne fragen.



Sonntag, 1. Mai 2016

Bogentasche - Taschenspieler CD 3 - 2016


Hui... Gerade noch geschafft!
Eben gerade ist meine Bogentasche von der Taschenspieler CD 3 für den Sew Along bei Emma fertig geworden. Gerade noch rechtzeitig, denn ab morgen wird schon die nächste genäht.



Die Bogentasche bietet viel Platz für Stickereien und Verzierungen, trotzdem hab ich meine relativ schlicht gehalten. Zu nähen ist sie nicht ganz so schwer, allerdings muss man sauber arbeiten, damit auch alles zusammen passt.
Schön finde ich, dass relativ viel rein geht und sie sich durch den Reißverschluss mit zwei Zippern super öffnen lässt, wo man es gerade braucht - im Zweifel auch ganz weit



Verwendet habe ich außen die Taschenstoffe Moskau und Rom von Swafing. Verstärkt habe ich nur das "Untenrum", also den Taschenstoff Rom, seitlich mit H250 und den Boden mit Decovil Light. Das Innenleben ist auch Baumwoll-Webware in grau mit einer aufgesetzten Tasche in schwarz, die mit einem Druckknopf zu schließen ist.
Die Stickdatei ist von Urban Threads.


Hier ist sie also, meine Bogentasche...






Wie immer, steht diese Tasche zum Verkauf. *klick*

Bis bald...
eure Christina




Dienstag, 19. April 2016

Zylindertasche - Taschenspieler CD 3 - 2016


Was für eine tolle Tasche!

Diese Woche ist die Zylindertasche von der Taschenspieler CD 3 dran beim Sew Along bei Frühstück bei Emma.
Die Zylinertasche hat mich direkt angesprochen, da sie durch die besondere Trägeraufhängung a) noch zusätzliche Einstecktaschen bietet und b) eine unverwechselbare Optik erhält. Innen gibt es ein großes Fach, außen noch ein Reißverschlussfach und eben die Einstecktaschen unter den Trägeraufhängungen. Passend für alles, was Frau so braucht. Aber auch prima geeignet als Kinder-Sporttasche (dann vllt. etwas bunter).

Gebraucht hab ich diesmal fürs Nähen ganz schön lange. So richtig weiß ich gar nicht warum, aber irgendwie hat es gefühlt ewig gedauert und ich musste sogar meinen Nahttrenner benutzen, was mir äußerst selten passiert. Aber ich finde, es hat sich gelohnt. Die Tasche gefällt mir sehr gut, gerade weil ich aktuell auch total auf solche Farben stehe. ;)

Benutzt habe ich hier den Taschenstoff Rom von Swafing und zwei unterschiedliche Baumwollstoffe vom Stoffmarkt Holland. Verstärkt habe ich nur die Trägeraufhängung mit Volumenvlies, da der Taschenstoff an sich schon schön fest ist. Die Webbänder sind von Michas Stoffecke.


Hier seht ihr also nun meine Zylindertasche...
Ich bin schon ganz gespannt auf eure!





Auch diese Tasche könnt ihr wieder käuflich bei mir erwerben. *klick*

Bis bald...
eure Christina



Montag, 11. April 2016

Retrotasche - Taschenspieler CD 3 - 2016

Huhu!

Diese Woche wird beim Sew Along zur Taschenspieler CD 3 bei Emma die Retrotasche genäht und auch ich bin wieder dabei. :)

Die Retrotasche besteht aus nur zwei Schnittteilen und ist daher schnell zugeschnitten und auch relativ schnell genäht. Mein Lieblingsschnitt wird es dennoch nicht. Ich finde den runden Boden nicht ganz so ansprechend. Aber das ist Geschmackssache.
Ich denke, auch fortgeschrittene Anfänger können sich an dieser Tasche versuchen. Das einzig Schwierige sind die unteren Rundungen, die mit Einschneiden wie in der Anleitung beschrieben aber gut zu nähen sind, und die hinteren Ecken zwischen Seitenteil und Klappe beim Zusammennähen von Außen- und Innentasche.
Ich habe hier innen noch ein zweigeteiltes Einsteckfach eingenäht, wovon ein Teil mit einem Druckknopf zu verschließen ist und der andere Teil eine gute Größe hat, um als Handyfach (z.B. für das iPhone 6) genutzt zu werden.

Verwendet habe ich hier verschiedene beschichtete Baumwolle außen und schlichte Webware von Stenzo innen, alles hier im Fadenwerk vor Ort gekauft.
Die Stickdatei ist von Rock-Queen.






Auch diese Tasche könnt ihr wieder käuflich erwerben. *klick*

Wie jede Woche bin ich ganz gespannt auf eure schönen Retrotaschen bei Emma...

Bis bald...