Sonntag, 8. Januar 2017

Silhouette Cameo 3 - erste Schritte

Hier kommt er nun, mein Post zum Silhouette Cameo 3, meinem Plotter.

Wie ihr wisst, bin ich mit Maschinen eigentlich sehr gut ausgestattet. Ich habe die Pfaff Performance 5.0 zum Nähen, die Husqvarna Ruby Royale zum Sticken (und Nähen) und eine Bernina 1150 MDA Overlock. Mehr braucht Frau wirklich nicht.

Ich fand auch immer, dass Sticken "viel toller", edler und haltbarer sei als geplottete Motive auf Bekleidung und/oder Taschen. Und doch muss ich zugegeben, dass manchmal Geplottetes echt moderner wirkt als Gesticktes und durchaus seine Berechtigung hat.

Irgendwie hab ich mich dann kurz vor Weihnachten mal näher mit dem Thema beschäftigt und mich in Gesprächen mit meiner Freundin Tanja von "Stürmisch Gemacht" und einigen Plottergruppen bei Facebook mal genauer informiert. Was soll ich sagen? Ich war begeistert, was man damit - außer Bügelbilder - noch alles machen kann.

So bestellte ich mir dann am 16.12. meinen Silhouette Cameo 3, den ich dann nach Weihnachten, am 27.12., in Betrieb nehmen konnte.
Seitdem hab ich doch schon Einiges ausprobiert und bin dabei - wie bereits angekündigt - auf den ein oder anderen hilfreichen Blog, das ein oder andere Youtube Video und auch den ein oder anderen Shop für Plottermaterial gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Ich musste mir nämlich alles irgendwie mühsam ihm Internet zusammen googeln und in Facebookgruppen erfragen. Daher hoffe ich, dass meine Zusammenstellung hier für einige Plotteranfänger - wie mich - ein hilfreicher Einstieg ist.

Material hab ich bisher in folgenden Shops bestellt:
  • Plottermarie
    Hier habe ich meinen Plotter mit "rundum sorglos Paket" gekauft. Dabei kam es leider zu Lieferschwierigkeiten und die Lieferung war unvollständig. Ärgerlich, aber kann vielleicht so kurz vor Weihnachten mal passieren. Der fehlende Teil wurde umgehend innerhalb eines Tages nachgeschickt.
    Doof war, dass auf Mails in der Vorweihnachtszeit erst relativ spät geantwortet wurde und dort am Samstag nicht gearbeitet (also weder verschickt, noch auf Anfragen reagiert) wird.
    Der Shop bietet zwar eine große Auswahl, wovon allerdings in den letzten Wochen ein großer Teil auf "nicht lieferbar" steht, was ich ebenfalls als nicht so positiv empfunden habe.
    Als ich dort allerdings nach Weihnachten Material nachbestellt habe, hat das wunderbar geklappt. Lieferung innerhalb eines Tages (aus Bayern nach Schleswig-Holstein mit GLS). Zudem gab es ein paar extra Flexfolienstreifen zum Testen, was ich sehr nett fand. :) Für Lieferung von Material und Zugabe definitiv ein großes Plus!!!
  • Kreativmanufaktur Bayern
    Hier habe ich einen ganzen Schwung an verschiedenen Folien bestellt.
    Positiv ist die große Auswahl an qualitativ hochwertigen Folien, die im Shop super beschrieben sind, also für was sie verwendet werden und wie sie aufzubringen sind.
    Ebenfalls positiv ist das Rabattmodell. Je nach Preis der Bestellung bekommt man unterschiedlich viele Prozente. Diese bekommt jeder, also nicht nur Gewerbekunden.
    Auch hier wurde zügig geliefert (2 Tage) und es gab hier ebenfalls einen Schwung Flexfolien-Streifen und einen Flexfolien-Bogen Din A 4 zum Testen dazu. Also ebenfalls ein sehr großes Plus!!!
  • Craftplotter
    Hier habe ich mir zwei Schneidematten und zwei Messer als Ersatz bestellt.
    Die Bestellung kam nach 3 Werktagen, allerdings fehlte eines der Messer. Ich habe dann aber direkt jemanden telefonisch erreicht und konnte ganz unkompliziert klären, dass sie das Messer nachliefern. Das fehlende Messer kam zwei Tage nach der "Beschwerde" bei mir an. Auch hier gilt, kann mal passieren.
    Trotz Bestellwertes von um die 60 € gab es hier nichts drauf zu. Ich hab aber dort auch keinen Folien bestellt.

Das Schneiden von Vinyl-Folien gelang mir fast auf Anhieb.
So war mein erstes Projekt ein Becher, den ich mit Vinylfolie beklebt habe.
Die Datei ist ein Freebie von "lilleFrosch".



Außerdem hab ich noch fleißig weiter Dinge mit Vinyl beklebt, so bspw. meine Nähmaschine und den Plotter selbst.
Die Dateien stammen von "Kreisrundpunkt".




Ich habe bisher nur einlagig Vinyl geklebt. Man kann das aber natürlich auch mehrlagig übereinander kleben und so ein buntes Bild gestalten.
Eine gute Anleitung, wie man die Lagen passgenau übereinander kleben kann, habe ich hier bei Youtube gefunden.

Was mich in den Plottergruppen besonders angesprochen hat, sind die toll gestalteten Ribba-Rahmen.
Ich habe direkt auch einen als Geschenk gemacht. In der Hoffnung, dass die entsprechende Freundin hier nicht mitliest, zeige ich ihn euch auch schon.
Die Sterneffektfolie habe ich beim Drogeriemarkt Müller gekauft. Den Rahmen gibts bei Ikea. Das selbstklebende LED-Lichtband habe ich bei Tedi bekommen. Die Datei kommt aus dem Silhouette Store.
Beim Basteln dieses Rahmens hat mir übrigens diese Anleitung von "Blog ohne Namen" sehr geholfen.





Eine ganz zentrale Frage war natürlich auch diejenige, wie man ein eigenes Motiv erstellt bzw. aus einem Bild eine plottfähige Datei macht.
Dazu fand ich diese Anleitung von "Fräulein Mutti" sehr gelungen.
So habe ich mir z.B. ein Kleeblatt selbst erstellt, welches ich euch gerne zur Verfügung stellen möchte. Es steht hier zum Download bereit.



Probleme bereitet hat mir das Schneiden von Pappe.
Ich hatte mir direkt zu Anfang einfach so einen Stapel Pappe (DinA4, 300g/m²) mit verschiedenen Farben von Rossmann gekauft. Erstmal blieb alles auf der Matte kleben, sodass ich mir direkt die "leicht klebende" Matte hinterher bestellte. Damit versuchte ich dann viel. Oft wurde die Pappe einfach nicht ganz durchgeschnitten oder nur an manchen Stellen, an anderen nicht. Wenn es dann klappte, war die Matte oft, fast mit durchgeschnitten. Irgendwie alles nicht zufriedenstellend.
Heute habe ich mir andere Pappe gekauft. Wieder so als Paket mit mehreren Farben, einmal 270g/m², einmal 250g/m², beides von Tedi. Die fühlen sich schon ganz anders an, viel glatter, und sind scheinbar nicht so faserig. Was soll ich sagen? Es klappt!
So sind hier die ersten Karten entstanden. :) Klar, ich muss noch üben, aber es kann sich schon sehen lassen.
Die Dateien sind alle aus dem Silhouette Store.



Geschnitten habe ich Pappe 250g/m² mit folgenden Einstellungen:
Messer 5, Dicke 28, Geschwindigkeit 2-4.

Geschnitten habe ich Pappe 270g/m² mit folgenden Einstellungen:
Messer 5, Dicke 33, Geschwindigkeit 2.

Problematisch ist auch, den richtigen Kleber zu finden.
Angefangen habe ich mit Klebestift und normalem Flüssigkleber. Klebestift malt schnell über, normaler Flüssigkleber ist schnell so feucht, dass die Pappe/das Papier sich wellt. Ärgerlich.
Heute habe ich dann mal Sprühkleber vom Idee Creativ Markt ausprobiert. Damit lassen sich zumindest die filigran geschnittenen Flächen einsprühen, um von hinten ein andersfarbiges Papier dagegen zu kleben, wo man sonst schnell den Kleber in die Zwischenräume schmiert. Ich habe das bei diesen "Mr & Mrs Karten" so gemacht und es gefällt mir sehr gut.
Auch diese Datei stammt aus dem Silhouette Store.




Dann habe ich mir gleich den Stiftehalter von Silhouette mitbestellt.
Damit kann man malen/schreiben und zwar werden die Linien, die sonst bei Folien geschnitten werden, dann gemalt/geschrieben. Entweder werden also die Umrisse des Buchstabens gemalt, wie sonst geschnitten wird, oder man kauft sich - wie ich hier - sogenannte "Sketch" Schriften im Silhouette Store, wo wirklich nur die Schrift geschrieben und nicht "ummalt" wird.
Der Unterschied zum Drucker liegt darin, dass es dann wirklich wie geschrieben aussieht und dass man tolle Effektstifte, z.B. Glitzerstifte, Gelstifte usw. verwenden kann. Sowas kann man natürlich nicht einfach zu Hause drucken.
Eine gute Anleitung für die Benutzung des Stiftehalters habe ich hier bei Youtube gefunden.
Eigentlich muss man nur die Kappe des Stiftehalters drauf lassen, den Stift mit der Spitze bis an die Kappe schieben und fest drehen und dann die Kappe abnehmen. So einfach ist das.
Bei Finelinern hab ich die Dicke etwas herunter gestellt, da der ja nicht so Druck braucht, wie bspw. ein Kugelschreiber.





Mit Flex- und Flockfolien habe ich überwiegend Tests gemacht.
Einen größeren Plott mit Flexfolie habe ich auch schon gemacht und bin daran fast verzweifelt. Als erstes hab ich das Spiegeln vergessen. Doofer Anfängerfehler! Und dann hielten Teile beim Aufbügeln sofort und andere gar nicht. Bis ich alles auf dem Shirt hatte, hat es eine gefühlte Ewigkeit gedauert und leider ist das "your" dabei etwas verkrüppelt.
Die Datei stammt aus dem Silhouette Store.



Ich bin übrigens inzwischen dazu übergegangen, fürs Aufbügeln das kleine Minibügeleisen von Prym zu benutzen. Damit kann ich mehr Druck ausüben, weil der Druck sich auf eine kleinere Fläche verteilt.
Vermutlich lohnt sich die Anschaffung einer Transferpresse, wenn man häufig Folien auf Kleidung aufbringen will. Da ich den Plotter ja aber noch ganz neu habe, werde ich erstmal weiter testen, wie gut ich mit dem Bügeleisen zurecht komme, wenn ich damit geübter bin.

Außerdem habe ich heute erstmals Reflektor-Flexfolie geschnitten und auf eine Beanie (Freebie von Hamburger Liebe) gebügelt. Das Schneiden klappte auf Anhieb super. Das Bügeln erfordert wohl etwas Übung. Ich musste die Teile mindestens 1 Minute aufbügeln, ehe ich vorsichtig antesten konnte, ob ich die Trägerfolie abziehen kann, obwohl die Zeit vom Verkäufer/Hersteller deutlich kürzer angegeben war.




Als nächstes möchte ich auch mal ein mehrfarbiges Motiv plotten.
Dazu habe ich hier bei "Paul und Clara" eine tolle Anleitung gefunden.


Soweit erstmal zu meinen Anfängen mit dem Plotter.
Fortsetzung folgt...

Bis bald...
eure Christina

Verlinkt ist dieser Beitrag übrigens bei folgenden Linkpartys, wo ihr sicher auch noch andere tolle Anleitungen und Tutorials finden werdet:
Somachichdas
Nähfrosch

Mittwoch, 4. Januar 2017

...wieder da...

Huhu ihr Lieben!

Ich melde mich zurück aus der Versenkung. Eigentlich wollte ich schon viel eher mal was geschrieben haben, aber wie das immer so ist, kommt eins zum anderen und schwups... ist schon das neue Jahr da.
Ich war zweimal krankgeschrieben, auch sonst nicht sonderlich fit (sch*** Nebenhöhlen- und Bronchienentzündung), hatte vor Weihnachten noch einen Großauftrag (20 Kosmetiktaschen) und einige kleinere Aufträge zu erledigen und dann hab ich ja auch noch einen "richtigen" Job...

Dann hat Dawanda uns Verkäufer am 15.12.2016 nochmal richtig geärgert, indem sie uns mitgeteilt haben, dass wir Verkäufer ab 16.01.2017 für alle Angebote, die wir nach dem 15.12.2016 einstellen, neben den Einstellgebühren (10 - 30 Cent pro Artikel für maximal 120 Tage) auf einmal 9,5 % Provision (statt bisher 5 %) und zusätzlich 30 Cent pro Bestellung für die Zahlungsabwicklung bezahlen sollen. Das bricht kleinen Verkäufern wie mir, die vor allem individuelle Einzelstücke oder Kleinstserien fertigen, finanziell das Genick. Ich habe bisher etwa kostendeckend gearbeitet, einfach, weil es mir Spaß macht und ich damit mein Hobby finanziere. Das geht nun nicht mehr, ohne die Preise zu erhöhen. Dem will ich mich nicht beugen, sodass meine momentan noch aktiven Artikel nach und nach auslaufen werden (bis ca. April).
Wer mehr von mir zu diesem Thema lesen will, klickt *hier*.
Natürlich könnt ihr nach wie vor bei mir kaufen. Artikel könnt ihr - wie immer - auf meiner Facebookseite sehen oder auch gerne individuell bei Facebook oder per Mail bei mir bestellen.

Dann waren wir Mitte Dezember noch spontan zu einer Hochzeit in Berlin... und sind Weihnachten vom 23. bis 27. fast 900 km gefahren, um einem Großteil der Familie gerecht zu werden und hatten wirklich schöne Tage. Außerdem haben wir super toll mit Besuch aus Australien (Ihr erinnert euch an den Post mit der Krabbeldecke? *klick*) und einigen weiteren Freunden Silvester gefeiert.

Und dann ist da noch mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst... Ein Plotter!
Ich habe mir einen Silhouette Cameo 3 bestellt und den am 27.12.2016 endlich in Betrieb nehmen können. Ich war ahnungslos, aber dank tollen Gruppen bei Facebook, tollen Blogs und Youtube Videos bin ich sehr schnell rein gekommen und hab schon das Ein oder Andere damit gezaubert.
Dazu in Kürze mehr... :)

Hier nun also, damit ihr noch was zum Anschauen habt, viele der bestickten Kosmetiktaschen aus den Weihnachts-Aufträgen...



























Bis bald mit einem Beitrag zum Plotter...
eure Christina


Dienstag, 20. Dezember 2016

Schneidematten im TEST


Testbericht Schneidematten
Prym vs. Snaply


Heute möchte ich euch kurz über verschiedene Schneidematten berichten.

Als ich als Kind anfing zu nähen, gab es bei uns zu Hause nur die Schere. Von Schneidematte, Lineal und Rollschneider hörte ich erst, als ich vor gut drei Jahren das Nähen wieder für mich entdeckte. Und nachdem ich meine erste eigene Nähmaschine (die Husqvarna Opal 670) bekam und mir die ersten Stoffe einkaufte, stolperte ich gleich über ein "Starterset" aus Schneidematte, Lineal und Rollschneider. Fazit: Diese drei Dinge sind unentbehrlich fürs Nähen, denn wer präzise zuschneidet, hat am Ende auch ein wesentlich saubereres Ergebnis. Mir wurde die Matte mit 30 x 45 cm aus dem Starterset aber bald zu klein, da ich auch größere Sachen zuschneiden und nähen wollte.

So wünschte ich mir zu Weihnachten eine große Schneidematte und bekam die in der Größe 60 x 90 cm von Snaply. Diese ist relativ schwer, gut 3 mm dick und biegsam. Sie liegt also gut auf dem Tisch und verrutscht nicht so leicht. Allerdings hatte die Matte schon nach dem ersten Nähtag mit einer Freundin, wo viele Quadrate für eine Patchworkdecke zugeschnitten wurden, erhebliche Gebrauchsspuren. Angeblich soll sie selbstheilend sein, aber es waren alle Schnitte, zum Teil sehr tief, zu sehen. Das führte im Verlauf durch immer mehr "Rillen" natürlich dazu, dass man vor allem dünne Stoffe nicht mehr mit einem Rutsch durch schneidet, weil durch die Rillen eben Unebenheiten entstehen. Man musste fester mit dem Rollenschneider aufdrücken, um die Stoffe durch zu bekommen, auch mit neuer Klinge. Nach knapp 2 Jahren war sogar ein Loch in der obersten Schicht der Matte. :(

So, musste jetzt eine neue Matte her und ich entschied mich für die (etwas teurere) Schneidematte von Prym. Diese ist erheblich leichter, nur ca, 1,5 mm dünn und fest. Obwohl sie auch 60 x 90 cm groß sein soll, ist sie insgesamt sogar etwas größer als die von Snaply. Dadurch, dass sie leichter und fester ist, rutscht sie allerdings etwas leichter auf dem Tisch hin und her. Auch diese Schneidematte ist selbstheilend. Hier sind die Schnitte tatsächlich nach knapp 3 Monaten Nutzung so gut wie nicht zu sehen. Auch läuft der Rollschneider (ich hab den von Prym) auf dem festen Material wesentlich leichter. Man kann mit erheblich weniger Druck schneiden und ich habe das Gefühl, die Klinge wird auch nicht so schnell stumpf.
Markierungen in cm und Inch haben beide Matten auf je einer Seite. Bei der von Snaply ist die Inch-Seite dunkelrot mit weißen Linien, sodass man die Markierung sehr gut sieht. Die andere Seite mit den cm-Markierungen ist hellblau mit weißen Linien, welche man nicht ganz so gut sieht. Die von Prym ist überall dunkelgrün mit gelben Linien, die man sehr gut sieht.





Insgesamt gefällt mir persönlich die Matte von Prym erheblich besser, weil der Rollschneider mit wenig Druck butterweich und leicht auch durch dünne Stoffe wie auch durch mehrere Lagen Webware gleichzeitig schneidet, ohne dass einzelne Fäden nicht mit geschnitten werden, da das Material fester ist und die Schnitte "heilen". Hierfür lohnt es sich auch, die ca. 14 € mehr auszugeben, da ich der Meinung bin, dass man die bei der Anschaffung von neuen Klingen für den Rollschneider schnell wieder drin hat. Schade ist lediglich, dass die Matte nicht ganz so sicher auf dem Tisch liegt, in diesem Punkt liegt die Matte von Snaply eindeutig vorne.

Verlinkt ist dieser Bericht auch bei Somachichdas.


Wie schneidet ihr eure Stoffe?
Benutzt ihr immer den Rollschneider oder auch mal die Schere?

Bis bald...

eure Christina

Wie immer gilt:
Es handelt sich bei diesem Bericht um Werbung.
Ich konnte den Stickrahmen, über den ich kürzlich berichtet habe, vergünstigt erwerben und berichte in diesem Zuge nun auch über die zeitgleich erworbene Schneidematte von Prym. Der Bericht spiegelt meine eigene Meinung wieder, auf die kein Einfluss genommen wurde.


Samstag, 19. November 2016

Babydecke 2.0


Huhu ihr Lieben!

Lange habt ihr nichts von mir gelesen und so viel tut sich an der Näh- und Stickfront momentan auch nicht, da ich sehr viel mit meinem richtigen Job zu tun habe.

Vor einiger Zeit hat mich allerdings eine Bekannte, für die ich hin und wieder das eine oder andere Geschenk nähen darf, bequatscht, ob ich ihr nicht auch eine Babydecke als Geschenk zur Geburt des Kindes ihrer Freundin nähen könnte. Da ich zuvor gerade die Decke für meine Freundin in Australien gemacht hatte *klick* und wusste, wie viel Arbeit da drin steckte, war ich nicht gerade angetan, zumal die Decke für sie ja auch noch bezahlbar sein sollte. Wir überlegten hin und her, was machbar ist und schließlich ließ ich mich überreden, eine genau nach ihren Vorstellungen zu machen. Ich finde, die ist auch wirklich sehr süße geworden und ganz anders als die, die ihr bereits kennt.


Diese Decke ist vorne aus zwei unterschiedlichen Baumwollstoffen und mit Motiven von Stickherz bestickt. Die Rückseite ist aus Teddyplüsch (80% Baumwolle, 20% Polyester). So ist die Decke nicht nur als Krabbeldecke, sondern auch zum Zudecken geeignet. Die Maße sind ca. 1,30m x 1,10m.






Wie gefällt sie euch???

Bis bald...
eure Christina



Mittwoch, 31. August 2016

Freunde sind wie Sterne - meine erste Decke...

"Freunde sind wie Sterne,
du kannst sie nicht immer sehen,
aber sie sind immer für dich da!"


Es war einmal...
...eine Kleinstadt in Norddeutschland, ca. 30 km südlich der dänischen Grenze. Dort gab es eine kleine Einbahnstraße im südlichsten Stadtteil der Stadt, in der sich - nur ein paar Häuser voneinander entfernt - eine Bäckerei und eine Schlachterei befanden. Die Betreiberin der Schlachterei war schon mit dem Betreiber der Bäckerei zusammen zur Schule gegangen (so ab ca. 1950). Und so kam es, dass die Betreiberin der Schlachterei im Dezember 1987 eine Enkeltochter und der Bäcker im Januar 1988 eine Tochter bekamen...
Lange Rede, kurzer Sinn. Wir wurden Freundinnen und obwohl wir in unterschiedliche Kindergärten und Grundschulen gingen und völlig unterschiedliche Interessen hatten (die eine Fußball, die andere Reiten) hat die Freundschaft - auch mit etwas Abstand - immer bestanden. Wir machten im selben Jahr Abitur an unterschiedlichen Schulen und meine Freundin ging als Au Pair für ein Jahr nach Australien... und erzählte mir kurz vor ihrer Rückkehr, dass sie nur nach Hause käme, um ihre Sachen und ihren Freund zu holen. Sie könne dort studieren... So kam es dann auch.
Unser Abi ist nun 9 Jahre her. Meine Freundin und ihr Freund haben 2012 eine wundervolle Hochzeit hier bei uns in Deutschland gefeiert. Und an meinem Geburtstag im Januar diesen Jahres bekam ich eine WhatsApp mit Glückwünschen und den Worten, dass sie mir unbedingt eine längere E-Mail schreiben müsse. Und irgendwie ahnte ich doch schon, um was es ging... Einige Tage später kam nur eine kurze Mail - mit einem Foto, denn Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ein Ultraschallbild. <3 

Der Entschluss war gefasst! Ich habe zwar noch nie wirklich Babysachen genäht, aber für IHR Baby MUSS ein tolles Willkommens-Paket genäht werden! Was hab ich hier gewartet, bis sie mir endlich erzählt hat, dass es ein Mädchen wird. Und was hab ich mir einen abgebrochen an Babybekleidung aus Jersey... Ich sag ja - Jersey und ich haben uns getrennt und das ist auch gut so. :D

Jedenfalls möchte ich euch hier und heute nun endlich mein Willkommens-Paket zeigen,
denn die kleine Sophie ist bereits am 09.08. geboren. Aber die Post braucht nach Australien eine gefühlte Ewigkeit... HEUTE ist sie endlich dort angekommen.




Es besteht aus einem Bekleidungs-Set (SM Mütze, Shirt und Hose von Klimperklein), einer Windeltasche (SM von Farbenmix), einem Schnullerband und einer Krabbeldecke.


Die Krabbeldecke ist mein persönliches Highlight - meine erste Decke, die ich jemals genäht habe!

Ich habe zunächst 9 Quadrate aus unterschiedlichen Stoffen (natürlich alles Baumwoll-Webware) zugeschnitten und diese jeweils mit einem Tier bestickt. Dann hab ich die unifarbenen blau-grauen Streifen dazwischen gesetzt bis das Top fertig war. Das Top hab ich dann auf das dicke Vlies gesteppt und schließlich die Rückseite aus blau-grauem Stoff mit weißen Sternen aufgesteckt und alles rundherum zusammen genäht, das Ganze gewendet und die Wendeöffnung mit dem Matratzenstich von Hand verschlossen. Dann habe ich die Decke rundherum und entlang der Seiten von fünf Quadraten noch einmal abgesteppt, damit sich nichts verziehen kann. Fertig.

  • Die Stickdateien sind von Marilena StoffzaubereienGG DesignsGinihouse und Krabbel-Krabbe.
  • Die Stoffe (Zwischenstreifen und Rückseite) und das Vlies sind von Fadenwerk. Die restlichen Stoffe (Quadrate) sind aus meinen Vorräten (u.a. von Tante Ema).
  • Die Decke hat eine Größe con ca. 112 cm x 112 cm.
  • Reine Arbeitszeit > 10 Stunden!


Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen...



Gerne zeige ich euch auch nochmal die Stickereien als Nahaufnahme...










Wie näht ihr eure Krabbel-Decken???

Bis bald, eure Christina.